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Der Gestaltung sind hier kaum Grenzen gesetzt. – Tipps vom Treppenhausspezialisten

20.05.2022
Martin Bingel

Mit der Sanierung von über 1.000 Etagen im Jahr 2021 ist das Team um Martin ­Bingel der Spitzenreiter in der Firmengruppe Dierkes, wenn es um die Abwicklung von ­Aufträgen in den „gestuften“ Räumlichkeiten geht. Die Redaktion der EinBLICKE - Dem Kundenmagazin der Firmengruppe Dierkes - sprach mit dem Maler- und Lackierermeister darüber, worauf es ankommt.

EinBLICKe: Herr Bingel, wenn sich die Menschen Ende des Jahres einen guten Rutsch wünschen, steht die eindrucksvolle Zahl von 1.000 ­Etagen in Ihren Auftragsbüchern. Wie kommt es zu dieser Summe?

Martin Bingel: (lächelt) Ich denke, das liegt daran, weil wir einfach gut sind. Spaß beiseite. Wir haben in den vergangenen Jahren mit unserem Team einen sehr guten ­Prozess etabliert, der uns nicht nur effektiv und somit wirtschaftlich arbeiten lässt, sondern auch noch die Mieter-innen und Mieter der betreffenden Gebäude möglichst nicht beeinträchtigt. Das ist für unsere Auftraggeber gleichermaßen wichtig.

EinBLICKe: Ihre fachliche Kompetenz natürlich ebenso. Worauf kommt es Ihrer Meinung nach an, wenn es um die Gestaltung von Treppenhäusern geht?

Martin Bingel: Da gibt es aus meiner Sicht mehrere Aspekte, die es zu berücksichtigen gilt und die nicht nur unser Gewerk betreffen. Zuerst einmal ist dies das Thema Sicherheit. Rutschfeste Stufen und ein zuverlässiges Geländer haben dafür zu sorgen, dass die Mieterinnen und Mieter den Weg nach oben oder unten sicher nehmen können. Auch die Beleuchtung eines Treppenaufgangs ist wichtig. Es sollte eine maximale Helligkeit vorhanden sein – von ganz oben bis ganz unten. Der dritte Punkt bezieht sich auf die Wandflächen selbst: Treppenhäuser von Mehrfamilienobjekten sind extremen Belastungen ausgesetzt. Das an die Wand gelehnte Skateboard oder die Umzugsspuren sind dabei noch nicht einmal das Schlimmste. Daher müssen die Oberflächen sehr widerstandsfähig sein – auch gegen mechanische Einflüsse. Generell ist es meines Erachtens aber auch wichtig, dass die Wandflächen mit Produkten veredelt werden, die einer hohen Nassabriebklasse zugehörig sind. Wenn dem so ist, sind die Wände beispielsweise abwasch- und somit optimal pflegbar. 

EinBlicke: Und was ist mit der Gestaltung?

Martin Bingel: Der Gestaltung sind hier kaum Grenzen gesetzt. Allerdings empfehlen wir immer, die Deckenflächen in Weiß zu halten und die Wandflächen in einem freundlichen und hellen Farbton abzutönen. Da eignen sich alle pastelligen Farbtöne und auch ein helles Grau funktioniert hier sehr gut. Ebenso ist die Aufteilung von Wandflächen in einen unteren etwas dunkleren Bereich und einen etwas helleren oben nicht unüblich. Bei Treppenhäusern, die mehr als drei Etagen miteinander verbinden, kann man auch schon einmal über eine Etagenbeschriftung als Element der Wandgestaltung nachdenken. Das wird gerne in öffentlichen Gebäuden so gemacht. Hierbei bringt man das jeweilige Stockwerk in großen Lettern auf die Wand, um den Gästen des Objektes ein höchstmögliches Maß an Orientierung zu bieten. Ein Farbwechsel von Etage zu Etage wird dabei auch gerne genommen. 

EinBlicke: Gibt es denn neben Farbe auch noch andere Materialien, die sich in einem Treppenhaus gut machen?

Martin Bingel: Natürlich, dekorativ und robust sind beispielsweise Dekochips. Das sind kleine Chips, die in eine Grundbeschichtung mit einer sogenannten Beflockungspistole eingeblasen werden. Anschließend wird diese Mischung mit einer Beschichtung überzogen, das sorgt für eine extrem Schmutz abweisende und leicht zu reinigende Oberfläche. Das Tolle daran ist, dass man die Chips in unterschiedlichen Farben verwenden und diese auch miteinander kombinieren kann.

EinBlicke: Herr Bingel, vielen Dank für das Gespräch.