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Handwerk ist Teamwork! - Bauleiter Jörg Vering im Gespräch

03.09.2021
Jörg Vering

Jörg Vering ist seit 33 Jahren eine wichtige Säule in den Unternehmen der Firmengruppe Dierkes. In der MiT, dem Unternehmen von Geschäftsführer Martin Bingel, spielt der top organisierte Dortmunder eine tragende Rolle und sorgt in seiner Funktion als Bauleiter dafür, dass alle Rädchen perfekt ineinandergreifen und somit die Projekte absolut reibungsarm verlaufen. Das Redaktionsteam der EinBLICKe hat den passionierten Camper in Dortmund besucht...

EinBLICKe: Herr Vering, seit über 33 Jahren sind Sie im Unternehmen tätig, richten wir den Blick zurück: Können Sie sich noch an Ihr erstes Projekt erinnern?

Jörg Vering: Ja, sogar noch sehr gut. Es war der erste Tag meiner Ausbildung. Wir haben seinerzeit schon für die Universität in Dortmund gearbeitet und am Campus wurden bestimmte Bereiche saniert. Meine Aufgabe bestand darin, Geländer zu schleifen. Ein Geselle wies mich seinerzeit ein. Für mich als Neuling war das damals eine echte Herausforderung.

EinBLICKe: Dass die Unternehmen der Firmengruppe auch heute noch für die Universität in Dortmund arbeiten ist – neben Ihrer ­langjährigen Tätigkeit für das Unternehmen – doch eine gewisse Anerkennung für die Strategie der Unternehmen, richtig?

Jörg Vering: Absolut. Zwar hat sich in der Branche, bei den Techniken und ganz besonders in der Organisation in den letzten drei Jahrzehnten vieles verändert, aber die Unternehmensphilosophie im Hause Dierkes ist immer die gleiche geblieben. Ob für Kundinnen und Kunden oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Wertschätzung, pünktliche Bezahlung und Teamwork sind schon Herrn Dierkes Senior (Helmut Dierkes) immer sehr wichtig gewesen, das hat sich bis heute nicht geändert. Und auch die Kunden wissen, was sie von uns erwarten können: Zuverlässigkeit, Engagement und top Ergebnisse.

EinBLICKe: So spricht ein stolzer Handwerker. War Maler und Lackierer damals Ihre erste Berufswahl?

Jörg Vering: (schmunzelt) Nein, eigentlich wollte ich Fliesenleger werden, ein Ferienjob hatte mich damals auf den Geschmack gebracht, doch die Übernahme in eine Ausbildung war dem Betrieb nicht möglich. Aus heutiger Sicht zum Glück, denn in meiner heutigen Funktion habe ich meine Passion gefunden.

EinBLICKe: Nehmen Sie uns doch einmal gedanklich mit durch einen typischen Vering-Tag. 

Jörg Vering: Einen typischen Tag, würde ich sagen, gibt es nicht, denn jeder Tag ist anders und genau das macht es aus. Klar, ich kümmere mich schwerpunktmäßig darum, dass die Baustellen laufen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wissen, was zu tun ist, das Material zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle ist und die Ergebnisse dafür sorgen, dass die Kundinnen und Kunden zufrieden sind, aber von der Sanierung eines ganzen Straßenzuges bis hin zum kleinen Treppenhaus sind die Aufträge und auch die Anforderungen völlig unterschiedlich. 

EinBLICKe: Macht es das nicht sehr kompliziert?

Jörg Vering: Eben genau nicht, das macht es absolut aus. Vielfalt und Abwechslung bestimmen meinen Tag. Die ganze Woche nur im Büro zu sitzen, das wäre nichts für mich.

EinBLICKe: Würden Sie jungen Menschen zu einer Ausbildung im Handwerk raten?

Jörg Vering: Natürlich, aber man muss sich darüber bewusst sein, dass der Job komplexer ist, als es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Die Zeiten, in denen „nur“ tapeziert, gestrichen und lackiert wurde, sind längst vorbei. Inhaltlich ist es höchst anspruchsvoll. 

EinBLICKe: Kommen wir wieder zurück zum Tagesgeschäft: Waren die von Ihnen geleiteten Arbeiten an mehreren Mehrfamilienhäusern in Herne auch eine anspruchsvolle Herausforderung?

Jörg Vering: Das war ein sehr schönes Projekt, da wir hier eine meiner Lieblingstätigkeiten ausgeführt haben. 

EinBLICKe: Ihre Lieblingstätigkeit, gibt es da einen absoluten Favoriten?

Jörg Vering: Ja, das kann man schon sagen. Der Anstrich von Fassaden, denen mit tollen Farbentwürfen neues Leben eingehaucht wird, steht schon ganz oben auf meiner ­Liste der Lieblingstätigkeiten. Aber ich bin ehrlich: Es gibt eigentlich kaum eine Sache, die ich nicht gerne selber ausführe oder in der Ausführung begleite. 

EinBLICKe: Und in Herne haben Sie diesen Effekt „des neuen Leben Einhauchens“ begleitet?

Jörg Vering: Ich finde schon. Dazu muss man wissen: Diese Fassaden fielen unter das Fassaden- und Hofflächenprogramm der Stadt Herne, welches im Zuge des Stadtumbaus Herne-Mitte aufgelegt wurde. Die Fassadengestaltung wurde mit öffentlichen Mitteln der Stadt Herne, des Landes und des Bundes gefördert. Die Voraussetzung für die Förderung war, dass die Beschichtung mit einer photokatalytisch wirksamen Farbe erfolgen sollte. Somit haben wir nicht nur die Optik aufgewertet, sondern noch einen weiteren Mehrwert geliefert. Wieder etwas, das es vor 30 Jahren noch nicht gab.

EinBLICKe: Sagen Sie, wenn Sie diese vielen Baustellen betreuen, sind Sie dann immer allzeit vor Ort im Einsatz?

Jörg Vering: Nein, das ist nicht möglich. Dafür habe ich die Kolleginnen und Kollegen vor Ort. In Herne beispielsweise wurde ich am Objekt vom Kollegen Johann Bernhard, der die Arbeiten als Vorarbeiter koordinierte, unterstützt. Das lief wunderbar. 

EinBLICKe: Ein spannender Beruf, eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Hand aufs Herz, Herr Vering: Wie entspannen Sie?

Jörg Vering: Ich bin leidenschaftlicher Camper. Ich genieße die ­Natur, die Ruhe und auch ein wenig das Abenteuer. Das gefällt meiner Frau und mir schon seit vielen Jahren sehr gut und wir schöpfen daraus viel Energie für den Tag. 

EinBLICKe: Und wenn wir Sie nach weiteren Leidenschaften fragen? Beispielsweise: Wem drücken Sie in Sachen Fußball die Daumen?

Jörg Vering: Das ist doch klar: ­Unserer Borussia!

EinBLICKe: Herr Vering, vielen Dank für das Gespräch.